Satzung

Satzung des Verbandes deutschsprachiger privater Schauspielschulen e.V.

§ 1 Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen "Verband deutschsprachiger privater Schauspielschulen e.V.".
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Zweck des Vereins ist es, für eine Verbesserung der Schauspielausbildung an privaten Schauspielschulen einzutreten und eine Stärkung der Rechtsposition privater Schauspielschulen zu bewirken. Das Anliegen des Vereins ist es, eine einheitliche Ausbildungsordnung aller privaten Schauspielschulen zu schaffen und somit die Einheitlichkeit der Abnahmeprüfungen durch die ZAV zu gewährleisten.
  2. Der Verein ist unpolitisch; er arbeitet unabhängig und überparteilich.
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die vereinsfremdem Zwecken dienen, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Aus diesem Grund ist auch jede auf Erwerb gerichtete wirtschaftliche Tätigkeit des Vereins ausgeschlossen.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Als Mitglieder des Vereins werden auf schriftlichen Antrag staatliche genehmigte private Schauspielschulen zugelassen.
  2. Die juristischen Personen bevollmächtigen eine natürliche Person, als ständiger Vertreter an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen sowie die für die Ausübung der Mitgliedschaft erforderlichen Erklärungen abzugeben und Handlungen vorzunehmen. Im Falle der Verhinderung des Bevollmächtigten kann ein Vertreter entsandt werden.
  3. Über den Antrag auf Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand, nachdem er zuvor die Mitglieder per E-Mail oder Fax informiert und ihnen zwei Wochen Zeit gegeben hat hierzu Stellung zu nehmen.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet

a) durch Austritt aus dem Verein unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines des Geschäftsjahres,

b) durch Auflösung der Schauspielschule des Mitglieds,

c) durch Ausschluss. Der Ausschluss ist nur aus wichtigem Grund statthaft. Er erfolgt durch einstimmigen Beschluss des Vorstandes.

§ 5 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

§ 6 Vorstand

  1. Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern.
  2. Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren vom Tag der Wahl an gewählt. Ihre Wiederwahl ist möglich. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Wählbar sind natürliche Personen, sofern sie von den Mitgliedern als Bevollmächtigte entsandt worden sind. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen.
  3. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter den Vorsitzenden oder seinen Stellvertreter.

§ 7 Zuständigkeiten des Vorstandes

  1. Der Vorstand ist für die Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Organ zugewiesen sind. Er hat vor allem folgende Aufgaben:

    a) Vorbereitung der Mitgliederversammlung und Aufstellung der Tagesordnung,
    b) Einberufung der Mitgliederversammlung,
    c) Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
    d) Aufstellung eines Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr,
    e) Abgabe eines jährlichen Rechenschaftsberichts auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung,
    f) Abschluss und Kündigung von Arbeitsverträgen für die hauptamtlichen Mitarbeiter zur Wahrnehmung der Vereinsaufgaben,
    g) Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern.

  2. Der Vorstand ist berechtigt, die Erledigung der Aufgaben Nr. 1 bis 3 in Absatz 1 ganz oder teilweise dem Geschäftsführer zu übertragen.

§ 8 Beschlussfassungen des Vorstands

  1. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse im Allgemeinen in Vorstandssitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, schriftlich, per E-Mail, fernmündlich oder per Telefax einberufen werden. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von zwei Wochen einzuhalten. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder, darunter der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Vorstandssitzung.
  2. Die Beschlüsse des Vorstandes sind als Niederschrift aufzunehmen und vom Sitzungsleiter zu unterschreiben.
  3. Der Vorstand kann seine Beschlüsse auch im schriftlichen Umlaufverfahren fassen, wenn alle Vorstandsmitglieder dem Gegenstand der Beschlussfassung zustimmen. Sofern ein Vorstandsmitglied Widerspruch gegen die Beschlussfassung erhebt, ist eine ordentliche Vorstandssitzung anzuberaumen und die Beschlussfassung gemäß § 9 Abs. 1 durchzuführen.

§ 9 Geschäftsführung

  1. Für die Geschäfte der laufenden Verwaltung des Vereins wird eine Geschäftsstelle bei der Filmschauspielschule Berlin, Helmholtzstraße 2-9, Aufgang D, 10587 Berlin, eingerichtet.
  2. Per rechtsgeschäftlicher Vollmacht wird der Vorstand einen Geschäftsführer mit der Wahrnehmung der Aufgaben der laufenden Verwaltung betrauen. Der Geschäftsführer ist zeichnungsbefugt bis zu einem vom Vorstand zu benennenden Betrag.
  3. Zu den Aufgaben des Geschäftsführers gehören insbesondere:
    a) Kommunikation des Vereins nach außen,
    b) Erarbeitung des jährlichen Aktionsprogramms des Vereins, das die Schwerpunkte und Ziele der Verbandsarbeit festlegt und vom Vorstand zu beschließen ist,
    c) Erarbeitung von Positions- und Forderungspapieren zu Einzelthemen,
    d) Durchführung und Umsetzung von Einzelmaßnahmen,
    e) Aufstellung des Jahresbudgets, das vom Vorstand zu genehmigen ist,
    f) Vertretung des Vereins in Verbänden, Mitgliederversammlungen und Kommissionen.

§ 10 Mitgliederversammlung

  1. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Diese Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen.
  2. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für folgende Aufgaben:
    a) Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplanes für das nächste Haushaltsjahr,
    b) Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstandes,
    c) Entlastung des Vorstandes,
    d) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes,
    e) Beschlussfassung über eine Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins,
    f) Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge,
    g) Ernennung von natürlichen Personen als Ehrenmitgliedern, ohne stimm- und sonstige Beteiligungsrechte
    h) Beschlussfassung über Beschwerden gegen die Ablehnung von Aufnahmeanträgen und gegen Ausschlussbeschlüsse des Vorstandes.
     i) Beschlussfassung über Grundsatzangelegenheiten im Hinblick auf die Umsetzung der Aufgaben und Ziele des Vereins gemäß § 2.
  3. In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Vorstandes fallen, kann die Mitgliederversammlung Empfehlungen an den Vorstand beschließen. Der Vorstand kann seinerseits in Angelegenheiten seines Zuständigkeitsbereichs die Meinung der Mitgliederversammlung einholen.

§ 11 Einberufung und Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung einberufen. Satzungsänderungen müssen der Einladung beiliegen. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Versammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst zu Beginn der Mitgliederversammlung gestellt werden, entscheidet die Mitgliederversammlung.
  2. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel sämtlicher Vereinsmitglieder anwesend ist.
  3. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.
  4. Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Verlangt ein Mitglied die geheime oder schriftliche Abstimmung, wird dem Folge geleistet.
  5. Über die Beschlüsse jeder Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift durch einen vom Versammlungsleiter bestimmten Protokollführer aufzunehmen. Zum Protokollführer kann auch ein Nichtmitglied bestimmt werden. Die Niederschrift ist vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen.
  6. Die Mitgliederversammlungen finden grundsätzlich am Sitz des Vereins statt. Mitgliederversammlungen können auch an anderen Orten einberufen werden, sofern hierfür ein triftiger Grund besteht.

§ 12 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Der Vorstand muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Versammlung von einem Fünftel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt wird. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gilt § 11 der Satzung entsprechend.

§ 13 Kassenprüfer

  1. Die Mitgliederversammlung hat alle 2 Jahre einen Kassenprüfer zu wählen, der nicht Mitglied des Vorstands des Vereins sein darf. Der Kassenprüfer hat die Kasse des Vereins einschließlich der Bücher und Belege mindestens einmal im Geschäftsjahr sachlich und rechnerisch zu prüfen.
  2. Der Kassenprüfer erstattet der Mitgliederversammlung einen Prüfungsbericht.

§ 14 Satzungsänderungen

Für Beschlüsse über Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich. Eine Änderung des Zwecks des Vereins (§ 2 Abs. 1 der Satzung) kann nur beschlossen werden, sofern dadurch die Gemeinnützigkeit des Vereins nicht aufgehoben wird und ist nur mit Zustimmung aller Vereinsmitglieder möglich. Die schriftliche Zustimmung der in der Mitgliederversammlung nicht erschienen Mitglieder kann nur innerhalb eines Monats gegenüber dem Vorstand schriftlich erklärt werden.

§ 15 Mitgliedsbeiträge, Sonderumlagen, Aufnahmegebühr

  1. Die Mitglieder sind zur Zahlung von Beiträgen und etwaigen Sonderumlagen verpflichtet. Von neu aufgenommenen ordentlichen Mitgliedern kann die Bezahlung einer Aufnahmegebühr verlangt werden.
  2. Höhe und Fälligkeit von Jahresbeiträgen oder Umlagen werden von der Mitgliederversammlung in einer Beitragsordnung festgesetzt.
  3. Die Mindesthöhe des von Fördermitgliedern zu zahlenden Beitrags kann vom Gesamtsvorstand festgelegt werden.

§ 16 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung keine andere Entscheidung trifft, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.